Donnerstag, 20. August 2009

anreise nach vaasa / 19.08.2009

Gestern haben wir uns von Janne und seinem Team verabschiedet. Wir überreichten unsere letzten Gastgeschenke und bekamen schöne Taschen geschenkt.
Über Lehtimäki und einem Kurzbesuch in der Touriinfo in Seinäjoki begaben wir uns auf die Weiterreise nach Vaasa.
Auf der Hälfte der Strecke hielten wir in Isokyrö an. Hier steht die wertvollste Kirche ganz Südostbottniens. Leider war sie verschlossen. Aber wir sind ja nicht auf den Mund gefallen. Elke spurtete zu einem kleinen Laden und Anette stürmte in den Kindergarten. Sie waren beide sehr erfolgreich.

Etwa 5 Minuten später hielten zwei Autos vor uns. Aus dem einen stieg ein älterer Herr mit großem Kirchenschlüssel und aus dem anderen Auto Armin Kraemer, der Diakon der Kirchengemeinde von Isokyrö. Armin Krueger begrüßte uns auf Deutsch und wie sich herausstellte, kennt er Schweinfurt und die Evang. Kirchengemeinde und Franz Lauerbach. Wir waren sehr erfreut. Armin zeigte uns die ganze Kirche und erzählte uns vieles über ihre Geschichte. An den Wänden der Kirche sind alte Wandmalereien zu bewundern. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurden unter dem Holzboden die Verstorbenen bestattet, aber das wird heute nicht mehr gemacht, weil es zu sehr gestunken hat. Er zeigte uns einen merkwürdigen Holzstab. Ihr müsst euch vorstellen, früher kamen die Leute aus über 100 km Entfernung im Winter dick angezogen mit Pferdekutschen oder zu Fuß in die Kirche. Am Eingang mussten sie ihre Waffen abgeben und wenn sie dann in den Kirchenbänken saßen wurde es ihnen warm und sie schliefen ein. Der Pfarrer nahm dann den langen Stab und rüttelte sie wach.

Armin hat sich sehr viel Zeit für uns genommen und wir haben noch viel mehr solcher Geschichten und Legenden erfahren. Anette musste sich auf den Sünderstuhl setzen. Sünden, wie z. Bsp. eine Frau war tanzen oder jemand hat zu viel getrunken, wurden öffentlich gemacht. Zum Dank wollten wir ihn auf eine Tasse Kaffee einladen, aber stellt euch mal vor - wir wurden auf einen Kaffee eingeladen. Dabei zeigte er uns noch seinen Arbeitsplatz. Zum Glück hatte Bettina noch leckere Mercipralinen und Schokokekse in ihrem Rucksack, so dass wir uns ein bisschen erkenntlich zeigen konnten. HIER EIN GANZ GANZ GROSSES DANKESCHÖN AN ARMIN UND WIR MELDEN UNS GANZ SICHER AUS DEUTSCHLAND BEI IHM.
Gegen 17.00 Uhr kamen wir hier in Vaasa in unserer Unterkunft an. Abendessen gab es bei einem griechischen Pizzabäcker und so um 22.30 Uhr fielen wir in unsere Betten.

dieser bericht wurde mit Sandkörnern in den Augen verfasst (es ist schon 22.15 Uhr):
UM, SV, RJ, RS FJ, BP BH UNTERSTÜTZT VON ARH & AH

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