Sonntag, 23. August 2009

die heimreise

Hallo alle zusammen. Wir sitzen gerade bei Armin im Garten und schreiben den letzten Eintrag. Es ist viel zu heiß, der Wind fehlt, die Seen sind zu klein und Angeln ist nicht mehr erlaubt. Außerdem gibt es hier zu viele Schnacken.
Tja, gestern war ja ein ganz schön turbulenter Tag. Wieder einmal hieß es ganz früh aufstehen. Ein letztes Frühstück im Hostel Vaasa*** und dann fuhren wir mit unseren Campingbussen Richtung Helsinki. Gut in der Zeit - dachten wir - genehmigten wir uns eine erste ausgiebige Kaffeepause in der Käserei Juustopoorti.

Danach änderte sich die Landschaft, es wurde hügeliger, viel mehr bebaute Flächen, wir sahen Mähdrescher, Flüsse und weniger Wald. Weil wir uns am Vortag ja reichlichst mit Getränken eingedeckt hatten und diese bis zum Abflug vernichtet werden mussten, wurden die Intervalle zwischen den Austrittszeiten immer kürzer. Kopf & Kragen kostete uns fast noch die Kaffeepause und Einkaufstour im Ideapark. Die letzte Zeitreserve verbrauchten wir bei der Suche nach einer kartenfreien Tankstelle. Immer am finnischen Limit fahrend (120 km Höchstgeschwindigkeit) ereichten wir das Parkhaus am Flughafen. Mit quietschenden Reifen umrundeten wir verzweifelt die einzelnen Parkdecks auf der Suche nach dem richtigen Stellplatz. Es war wie kostenloses Achterbahn fahren. Wir sind so stolz auf euch - dass ihr dass alles so gut mitgemacht habt! Den letzten kleinen Bodensee hinterließen wir noch auf Parkdeck 3 :-))
Aber wir sind ja richtig gut - kurzer Check-In, Pipipause, im Stechschritt zu Gate 23 und 20 Minuten später in den Airbus 319, vorher noch Intensivshopping.
Kaum sitzend vermissten wir noch für kurze Zeit das Laptop - aber das ist auch wieder da und schon gings los, ab durch die Wolken Richtung Frankfurt.


Der Flug war ruhig und luftlochfrei. Nach der Landung brachte uns der Flughafenbus zur Gepäckausgabe. Nochmal kurze Pipipause und dann ging es mit den Koffern durch den Flughafen zum Bus.

Zufälligerweise hatten wir noch einige intakte Ciderdosen im Gepäck - so dass wir in bester Stimmung Richtung Schweinfurt rollten. Mit lustigen Lieder und einem Freizeitrückblick verging die Fahrt wie im Flug.
Wir hoffen, euch hat die Reise genauso gut gefalllen wie uns - ihr wart eine tolle Gruppe - vielen Dank.
Beste Grüße euer Pilzesammler-, Angler-, Segler-, Ruderer-, Sauna-, Shopping- und Wanderreiseleiterteam Elke, Armin, Andreas & Anette

Samstag, 22. August 2009

wieder daheim

... nur ein kleiner Kommentar
Jetzt sind wir also wieder sicher zu Hause, nach teilweise nervenaufreibenden Tankaktionen, zahllosen Pipi-Pausen, Busparkplatzsuche und zeitweisem Laptop-Verlust! Aber Anette hat nicht nur die Gruppe souverän geführt, sondern auch uns Mitarbeiter so hervorragend gecoacht, dass kaum ein Stressmoment auf die Teilnehmer herübergeschwappt ist. Dafür unseren allerherzlichsten Dank! Denn das ist alles andere als einfach,obwohl oder gerade weil wir uns so gut kennen! Eine starke Leistung!
Fühl Dich gedrückt, Anette von Elke

Freitag, 21. August 2009

letzter tag in vaasa

Für heute hatten wir uns viel vorgenommen. Nach dem üppigen Frühstück fuhren wir wieder Richtung Björnköby, wo unser Kapitän Ralf mit seinen Steuermann und dem Boot Corina auf uns wartete. Bei starkem Seegang, aber strahlend blauem Himmel flogen wir über die Wellenkämme durch das Kvarken-Gebiet - 2 Stunden lang, die richtig verflogen.


Der Kapitän erlaubte uns seinem Steuermann über die Schulter zu schauen. Jetzt wissen wir alles über Echolot, Autopilot, Radar, GPS-System.
Zur Brotzeit kauften wir in einer kleinen Fischhandlung verschiedene Köstlichkeiten. Diese ließen wir uns an einem schönen Platz am Meer in unseren speziell ausgerüsteten Camping-Bussen VIP-Version schmecken. Bruno bedauert jetzt schon, dass morgen die ultimativ letzte Fahrt in diesen tollen Bussen sein wird.
Nach kuzer Verschnaufpause in unserem Hostel besuchten wir die Kirchenfenster unserer Hilkka - aber leider war die Kirche zu und wir mussten uns mit einem Blick von außen begnügen.

Dann ging es zu Edvinns Path. Dieser Tipp kam von Armin, nein nicht unserem Fotografen, sondern dem Diakon von Isokyrö. Wow, das war ein echt heißer Tipp. Dort sahen wir viele skurrile Figuren und Gegenstände, die ein Künstler aus Abfallprokukten gefertigt hat. So gab es beispielsweise überdimensional große Stühle, Tiere, Riesenköpfe, Figuren, Fabelwesen ...

Vor unserem Abschlussessen bei unserem griechischen Pizza-Kebap-Falaffel-Bäcker stand Shopping auf dem Programm, was v. a. die Mädels begeisterte. Aber die Jungs haben gekauft!
Jetzt ist es 23.00 Uh, die Koffer sind gepackt, die Jungs im Bett und wir Mädels haben uns den Kopf rauchig gedacht und diese Nachricht verfasst.
Tschüss bis morgen und "Gute Nacht".

Donnerstag, 20. August 2009

der wind der wind das himmlische kind

Unsere erste Nacht in Vaasa verlief gut, auch für die Pritschenlieger! Beim Frühstücksbuffet gab es Toastbrot, heiße Würstchen und eingelegten Fisch zusätzlich zum übrigen Angebot - wir waren sehr zufrieden.

Nach einem Besuch beim Optiker, der Rosis Brille wieder gerade bog fuhren wir über die längste Brücke Finnlands (mehr als 1000 m lang) zu einem kleinen Hafen, wo wir nach einer Bootstour durch das Schärengebiet fragten. Ein Skipper erklärte sich bereit uns morgen zu fahren. Wir inspizierten sein Schiff - es schaukelte ganz schön heftig! Deshalb kauften wir eine Großpackung Tüten, falls morgen jemand seekrank wird!

Am Nordzipfel einer kleinen Insel, die zum Welt-Natur-Erbe-Gebiet im Schärengürtel gehört, gibt es einen Lehrpfad rund um den Bodvattnet. Dieser Rundweg führt durch Wäldchen und Sumpf am Ufer entlang und entpuppte sich als echte Wanderung von 2 Stunden. Wir mussten über Bohlenwege balancieren und riesige Felsbrocken klettern, die dort seit der letzten Eiszeit herumliegen und immer noch nicht aufgeräumt sind!
Da hatten wir uns doch echt eine ordentliche Brotzeit verdient; aber, oh Schreck, das Café am Strand war geschlossen!

Bei der Rückfahrt kehrten wir bei Pia im Björk Wärdshus ein bei Kaffee, Tee, Broten mit geräuchertem Lachs und finnischem Butterkuchen mit Cardamom. Anschließend zeigte Pia uns noch ihre 10 Schlittenhunde, die sich gerne bei uns Streicheleinheiten abholten.
So gestärkt schafften wir noch einen weiteren Trail von einem ehemaligen Militärstützpunkt quer durch den Wald vorbei an Bunkern und Geschützstellungen bis zum Meeresstrand. Die hohen Wellen brachten viele Muscheln mit sich, doch der kalte Wind verhinderte es, dass wir uns in die Fluten stürzten. Aber vielleicht morgen!
Bevor wir bei "unserer" Pizzeria/Kebap-Haus einkehrten, deckten wir uns noch mit Getränken ein; wir Mädels holten uns für den Abschiedsabend morgen noch ganz verschiedene Cider-Sorten. Skol, Santé, cheers, nastrovje, salute, lechaim und prost nach Hause!

Dieser Bericht wurde verfasst von den durstigen Seelen vonVW, T, JW, MS, KD, Tk, VB mit Unterstützung von AHD+ED

anreise nach vaasa / 19.08.2009

Gestern haben wir uns von Janne und seinem Team verabschiedet. Wir überreichten unsere letzten Gastgeschenke und bekamen schöne Taschen geschenkt.
Über Lehtimäki und einem Kurzbesuch in der Touriinfo in Seinäjoki begaben wir uns auf die Weiterreise nach Vaasa.
Auf der Hälfte der Strecke hielten wir in Isokyrö an. Hier steht die wertvollste Kirche ganz Südostbottniens. Leider war sie verschlossen. Aber wir sind ja nicht auf den Mund gefallen. Elke spurtete zu einem kleinen Laden und Anette stürmte in den Kindergarten. Sie waren beide sehr erfolgreich.

Etwa 5 Minuten später hielten zwei Autos vor uns. Aus dem einen stieg ein älterer Herr mit großem Kirchenschlüssel und aus dem anderen Auto Armin Kraemer, der Diakon der Kirchengemeinde von Isokyrö. Armin Krueger begrüßte uns auf Deutsch und wie sich herausstellte, kennt er Schweinfurt und die Evang. Kirchengemeinde und Franz Lauerbach. Wir waren sehr erfreut. Armin zeigte uns die ganze Kirche und erzählte uns vieles über ihre Geschichte. An den Wänden der Kirche sind alte Wandmalereien zu bewundern. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurden unter dem Holzboden die Verstorbenen bestattet, aber das wird heute nicht mehr gemacht, weil es zu sehr gestunken hat. Er zeigte uns einen merkwürdigen Holzstab. Ihr müsst euch vorstellen, früher kamen die Leute aus über 100 km Entfernung im Winter dick angezogen mit Pferdekutschen oder zu Fuß in die Kirche. Am Eingang mussten sie ihre Waffen abgeben und wenn sie dann in den Kirchenbänken saßen wurde es ihnen warm und sie schliefen ein. Der Pfarrer nahm dann den langen Stab und rüttelte sie wach.

Armin hat sich sehr viel Zeit für uns genommen und wir haben noch viel mehr solcher Geschichten und Legenden erfahren. Anette musste sich auf den Sünderstuhl setzen. Sünden, wie z. Bsp. eine Frau war tanzen oder jemand hat zu viel getrunken, wurden öffentlich gemacht. Zum Dank wollten wir ihn auf eine Tasse Kaffee einladen, aber stellt euch mal vor - wir wurden auf einen Kaffee eingeladen. Dabei zeigte er uns noch seinen Arbeitsplatz. Zum Glück hatte Bettina noch leckere Mercipralinen und Schokokekse in ihrem Rucksack, so dass wir uns ein bisschen erkenntlich zeigen konnten. HIER EIN GANZ GANZ GROSSES DANKESCHÖN AN ARMIN UND WIR MELDEN UNS GANZ SICHER AUS DEUTSCHLAND BEI IHM.
Gegen 17.00 Uhr kamen wir hier in Vaasa in unserer Unterkunft an. Abendessen gab es bei einem griechischen Pizzabäcker und so um 22.30 Uhr fielen wir in unsere Betten.

dieser bericht wurde mit Sandkörnern in den Augen verfasst (es ist schon 22.15 Uhr):
UM, SV, RJ, RS FJ, BP BH UNTERSTÜTZT VON ARH & AH

Dienstag, 18. August 2009

die sonne hat uns wieder

Wir erwachten durch den strahlenden Schein der Sonne am blitzblauen Himmel! Bester Laune genossen wir unser Frühstück und brachen anschließend auf in Richtung Alavus, wo wir eine Glaskünstlerin besuchten.

Frau Hilkka hat ihr Atelier in einer ehemaligen Mühle eingerichtet. Dort lebt und arbeitet sie. Sie hat ihr Domizil in mühevoller Arbeit renoviert und mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Wir durften nicht nur ihr Atelier, sondern auch ihre Wohnräume im 1. Stock besichtigen. An der Decke prangt ein Fresko mit Flößern, wie sie früher dort gearbeitet haben.
Viele Wichtel bevölkern das Haus. Aber wir sahen auch eine Ausstellung ihrer Werke. Sie fertigt große Fensterbilder, entweder Blumenmuster oder auch geometrische Formen in ganz schönen Farben, die besonders in der Sonne wunderschön leuchten. Und sie macht Schmuck: Ins Glas schließt sie Blattgoldstückchen ein, das sieht sehr schön aus. Leider kostet so etwas mehr als unsere Urlaubskasse hergibt!(Ihr wolltet uns doch Geld schicken!!)
Im Raum ist auch der Ofen, in dem sie ihr Glas schmilzt; und wir sahen viele Glasscheibchen in den verschiedensten Farben, aus denen sie ihre Werke herstellt. Und sie hat Fotoalben mit ihren Werken, z. B. Glasfenster einer Kirche in Vaasa, auf die wir uns schon freuen!)
Nach Kaffee und Keksen kehrten wir nach Honkiniemi zurück, wo wir den Nachmittag am See beim Boot fahren und angeln und mit Bierkasten stapeln verbrachten.

Unser Geburtstagskind Tina(sie wurde an diesem Tag 33, was wir gebührend feierten!) schaffte es 9 Kästen hoch zu klettern! Einige Unerschrockene sprangen in die kühlen Fluten von Ähterinjärvi.

Heute abend steht noch Koffer packen und ein In-door-Grill-Event mit Leipäjuusto und Lakhahillo auf dem Programm. Lecker!!!!!

Dieser Bericht wurde verfasst von RJ, MS, UM, SV, JW, TS, KD und FJ, unterstützt von AHD+ED

wind & sturm & überlebenstraining / 17.08.2009

Der Wetterbericht stimmte - am Montag regnete es weniger und wir hatten uns vorgenommen einen Tag hier auf dem Gelände zu verbringen. Zuerst bestellten wir bei Janne die Lunchpakete ab - wir versuchten selbst für unser leibliches Wohl zu sorgen.
Aufgeteilt in verschiedene Gruppen zogen wir los: die Pilzesammler, die Angler und die Supermarktjäger.

Alle drei Gruppen kamen erfolgreich von ihren Beutezügen wieder ins Basislager zurück.
Armin schürte das Lagerfeuer an. Die Pilze wurden geschmort, die Fische gebraten und das Olut kühl gestellt.
Zum Nachtisch genehmigten wir uns noch Quietschkäse mit Lakabeerenmarmelade. Sehr lakker!
Endlich klarte es auf. Ein Teil ging noch zum Rudern und einige konnten vom Angeln nicht genug bekommen. Sie liefen mit Andreas noch zur Lapplandhütte um an einer neuen Stelle ihr Glück zu versuchen. Leider waren sie nicht sehr erfolgreich. Die Fische freuten sich über die leckeren Würmer aber den Haken verschmähten sie.
Später am Abend schauten wir noch den Film: Finnischer Tango! Sehr spät ging es dann ins Bett. Gute Nacht.

Dieser Bericht schrieben: VW, BH, RS, BP, VB, TK unterstützt von ARH & AH

Sonntag, 16. August 2009

tropf,tropf,tropf

Leider ist der Herbst mit Wind und Regen eingekehrt und die Temperaturen liegen geringfügig unter denen in Schweinfut.

Deshalb fuhren wir nach einem aufregenden Kniffel-Match nach Alavus ins Sportbad Kunto-Peras. Einige schwammen viele Bahnen, Kathrin, Wolfgang, Rosi und Anette übten sich in Aqua-Jogging mit Gurt und Froschhandschuhen, viele rutschten und Marco versuchte sich an der Kletterwand.Besonders der Whirl-Pool und die Massagedüsen waren ständig im Einsatz. Und natürlich waren wir auch in der Sauna, wo besonders die Herren durch einen finnischen Aufgussspezilalisten (finnischer Saunameister 2009) betreut wurden. Leider zogen sich Rosi und Elke im Dampfbad eine tiefrote Nase zu. Da war es gut, dass es eine Art Eisloch zum Abkühlen gab; das war ein kreisrundes Becken mit 5 Grad kühlem Nass.
Hungrig wie Susi Wolf fielen wir über das Büffet her, das von der Tauffeier noch üppig bestückt war: Räucherlachs, Butterkartöffelchen leicht angeschwitzt an Karottengemüse,Erdbeerschaumcreme und als Krönung ... Himbeer-Sahnetorte!!!!
Beim Heimgehen konnte sich manch einer kaum noch zum Schuhe anziehen bücken, so voll war der Bauch.
Vor dem Schlafen gehen, machte Armin noch "Heimkino" für alle mit "Ratatouille".
Wir lassen uns doch nicht vom Wetter ärgern!

Dieser Bericht wurde von der gesamten Gruppe verfasst.

ein tag mit kirsi / 15.08.2009



Um 12.00 Uhr trafen wir uns mit Kirsi in einer großen Käserei. Zuerst gab es ein sehr schmackhaftes Mittagessen: Käsesuppe, Gemüse, Kartoffeln, Reis, Fleisch, Soße und Salate. Zum Nachtisch konnte man sich Eis, Kaffee, Tee und verschiedene Käsesorten schmecken lassen. Als Besonderheit gab es selbstgebrautes Hausbier. Anschließend führte Kirsi uns durch den Laden und wir probierten noch viele weitere Käsesorten: Winzerkäse, Chillikäse, Käse mit Brandygeschmack, Havarti usw.
Der Käse wird von einem Schweizer Winzer in liebevoller Handarbeit gefertigt.
Für zu Hause haben wir kleine Mitbringsel eingekauft (alten Käse, trockenen Fisch und harte Elchsalami). Jetzt sind wir Pleite und bitten euch uns Geld zu schicken :-))
Dann ging es weiter. Nach einer kurzen Fahrt quer Waldein erreichten wir auf einem Plateau das geheimnisvolle Teufelsnest.
Mitten in der Landschaft ist ein 23 m tiefes kerzengerades Loch. Keiner weiß wie dieses Loch entstanden ist - nicht einmal die Ingenieure und Universitätsprofessoren aus Turku. Erich von Däniken war auch schon da und vielleicht waren es ja Außerirdische.
Mutig kletterten wir über steile Leitern in den düsteren Abgrund. Leichter Schwefelgeruch schlug uns entgegen.......... der Teufelsatem war spürbar. Es war ganz nett. Wir sangen die Affen rasten in den Wald und stiegen dann erleichtert wieder nach oben.
Die ganz Mutigen (Rosi, Vroni, Marcoi, Tinai, Elkei und Armini) erklommen noch den 23 m hohen Aussichtsturm und genossen die grandiose Aussicht über ganz Mittelfinnland. Zur Stärkung gab es Kaffee, Tee und Pula.
Danach fuhren wir nach Jalasjärvi - Kirsi´s Heimatstadt - zum Aukusti(August)fest. Wir schauten uns die Verkaufsstände an und Kirsi kaufte eine große Packung Lakabeeren, von der wir alle mal versuchen durften.
Auf der anderen Strassenseite war eine Skaterbahn und eine Musikbühne aufgebaut. Wir bekamen eine kostenlose Vorstellung finnischer Rockmusik. Es spielten der finnische Löwe, drei Bären und zwei Hasen. Laut war´s und Marco rockte ab....
Wir verabschiedeten uns von Kirsi und überreichten ihr einen fränkischen Bocksbeutel. Von Kirsi bekamen wir süße Küsse eine finnische Spezialität. Es war ein toller, lustiger und ereignisvoller Tag. VIELEN DANK - KIITOS KIRSI






Am Abend grillten wir noch Würstchen und ließen den Tag ausklingen.
Wolfgang, Jens und Andreas schnappten sich noch die Angeln. Dank der Würmer, die wir Mädels im Schweiße unseres Angesichts und mit spitzen Finger am Morgen aus der Erde geholt hatten gelang es ihnen einen kapitalen Fisch aus dem Ähterijärvi zu zerren. Der Jubel war unbeschreiblich. Noch drei solcher Fische und unser Überleben ist gesichert. Der Winter kann kommen.

Diesen Bericht verfasste die gesamte Gruppe während es draußen regnet und stürmt.

Freitag, 14. August 2009

werkstattbesuch im toimintakeskus

Zu nachtschlafender Zeit trieb uns Anentte aus den Federn, denn wir mussten bereits um 8.15 Uhr abfahren, um rechtzeitig in Seinäjoki an der Werkstatt zu sein. Aber wir schafften auch das!
Wir wurden herzlich begrüßt und durch die ganze Werkstatt geführt. Toimintakeskus ist eine kleine Einrichtung mit 75 Plätzen und 17 Mitarbeitern. Wer neu dort anfängt, macht einen Trainingskurs, der ein Jahr dauert. Neben der eigentlichen Arbeit lernt man auch Kochen, Hauswirtschaft und richtiges Benehmen am Arbeitsplatz, denn viele Mitarbeiter werden an Arbeitsplätze außerhalb der Werkstatt vermittelt. Dazu gibt es extra 2 Betreuer, die auch den einzelnen Mitarbeiter und die Firmen unterstützen.
Anders als bei uns steht 3 mal Zeitungslektüre und Diskussion wichtiger Ereignisse auf dem Programm. Und freitags endet die Arbeit schon mittags;am Vormittag gibt es eine Gymnastikstunde und am Nachmittag finden Wellness-Angebote statt: Körperpflege, Schminken, gemütliches Kaffeetrinken und Planungen für das Wochenende.
Bei unserer Power-Point-Präsentation waren fast alle Mitarbeiter dabei. Sie fanden es sehr interessant und freuten sich riesig über unsere Gastgeschenke. Im Gegenzug bekam jede Frau eine Kette und jeder Mann einen Topfuntersetzer aus Holz.
Wir betonten wieder, wie wichtig uns ein Gegenbesuch der finnischen Gruppe ist!
Zum Ende machte Armin noch Gruppenbilder mit allen, die drauf passten.

Nach einer kurzen Mittagspause bei Lakeuden Risti brachen wir per Reisebus zur Stadtführung mit Helene auf. Sie zeigte uns die Kirche, das Kunsthaus (die Finnen können auch Kunst ausleihen wie Bücher oder Videos!) und das Päili-Ballo-Stdion, DER finnische Volkssport, ähnlich wie Baseball.

"Hundsvereckt" kehrten wir zum Abendessen zurück und erholten uns anschließend auf dem See beim Rudern, wo wir die letzten Sonnenstrahlen genossen. Alle, bis auf Franz und Tanja - die beiden wurden fast von der Strömung bis nach Ähteri gezogen. Aber Gott sei Dank ist Franz inzwischen ein erfahrener Paddelboot-Kapitän! So ging alles glatt!

Dieser Bericht wurde verfassst von TK, BH, SV und TS, unterstützt von ED.